Zusätzliche Sicherheitsstromversorgungen

Entsprechend der DIN VDE 0100, Teil 710, ist für wichtige Verbraucher im Krankenhaus, wie z. B. OP-Leuchten, eine zusätzliche Sicherheitsstromversorgung mit einer Umschaltzeit gleich oder kleiner 0,5 s vorgeschrieben.

Abschalt- und Selektivitätsbedingungen müssen in diesem Zeitrahmen unter verschärften Bedingungen erfüllt werden. Die Problematik liegt hierbei in den oft sehr geringen Kurzschlussleistungen der batteriegepufferten ZSV-Anlagen. Für die Planung sind hierbei besondere Kenntnis und Sorgfalt für die vorschriftsgemäße Errichtung dieser Anlagen erforderlich.

Vom Ingenieurbüro PRO-Elektroplan wurden hierbei Kleinstanlagen, welche eine reine OP-Lichtversorgung darstellen, als auch große redundante ZSV-Anlagen bis 2 x 120 kVA projektiert.

Der Einsatz von „rotierenden Wechselrichtern“ (Ankopplung eines Gleichstrommotors mit Wechselstromgenerator) an die Batterieanlage kann auf Grund der höheren Kurzschlussleistung bei großen Entfernungen und kaskadiertem Netzaufbau auf Grund der geringen erforderlichen Querschnittsausbildung der Leitungsanlagen wirtschaftlicher sein als der Einsatz einer rein statischen Wechselrichter-Ausbildung der ZSV-Anlage. Es wird hier jeweils anhand der Anforderungen eine Einzelfallbetrachtung durchgeführt.